Heidesand zählt zu den Plätzchenklassikern zu Weihnachten. Warum? Der zarte Schmelz und das buttrige Aroma macht Heidesand so unwiderstehlich. Die Plätzchen enthalten keine weiteren weihnachtstypischen Gewürze und können das ganze Jahr über angeboten werden, z.B. im stürmischen, norddeutschen Herbst zu einer guten Tasse Tee. Eine gute Nachricht für alle Nussallergiker: Das ursprüngliche Heidesand-Rezept enthält weder Nuss noch Marzipan. Das Rezept dafür findest du auch auf dieser Seite. Die wichtigste Zutat im Heidesand ist ohnehin die Butter, denn die gibt dem Keks die feine Konsistenz und lässt ihn an den feinen Boden in der Heide erinnern.

Heidesand mit Marzipan

für ca. 30 Plätzchen

  • Ei
  • 200 g Hagelzucker
  • 2 TL Zitronenabrieb
  • 50g Marzipanrohmasse
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 80 g Puderzucker
  • 200 g flüssige Butter
  • 250 g Mehl
1) Die flüssige (erwärmte) Butter mit Puderzucker, Vanillezucker, zerbröckeltem Marzipan, gesiebtem Mehl und der Zitronenschale verkneten.

2) Den Teig sofort zu einer Rolle von ca. 3 cm Durchmesser formen, in Folie einschlagen und für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank kühlen.

3) Den Backofen auf 200°C vorheizen. Das Ei verquirlen. Die gekühlte Teigrolle aus der Folie wickeln und mit dem Ei bestreichen. Den Hagelzucker auf etwas Backpapier geben und die mit Ei eingestrichene Rolle darin wälzen, dabei ruhig etwas andrücken, damit eine schöne Hagelzuckerschicht haften bleibt.
4) Danach ca. 0,5 cm dicke Scheiben abschneiden. Die Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und ca. 8-10 Minuten hellbraun backen, herausnehmen und abkühlen lassen.

Heidesand klassich

für ca. 30 Plätzchen

  • 150 g Mehl
  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 150 g weiche Butter 
  • 80g feiner Zucker
1) Das Backblech mit Backpapier auslegen und das Mehl mit den Mandeln mischen. Die Butter und 50 g Zucker mit den Schneebesen des Handrührgeräts cremig rühren. Dann die Mehl-Mandel-Mischung auf einmal dazugeben und rasch unterarbeiten, bis kleine Teigstreusel entstehen.
2) Die Teigstreusel mit den Händen zügig zu einer Rolle formen (ca. 2-3 cm Durchmesser), in Klarsichtfolie ca. eine halbe Stund eim Kühlschrank ruhen lassen.
3) Rolle aus dem Kühlschrank nehmen, folie entfernen und ca. 0,5 – 1 cm breite Scheiben abschneiden. Mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen. Den Backofen auf 150° (Umluft 130°) vorheizen. Im Backofen (Mitte) ca. 20 Min. backen.
4) Herausnehmen und die Plätzchen noch heiß vorsichtig in den restlichen Zucker drücken und darin wenden!
Diese simple Grundrezept kann nach Herzenlust variiert werden. Bringen Sie mit etwas Zitronen- oder Orangenabrieb etwas Frische hinein, wer es exotischer mag kann auch Rosmarin und/oder Ingwer probieren. Schokomäulchen rühren einige Schokoladenstückchen unter.

Heidesand ohne Nuss

für ca. 30 Plätzchen
  • 300 g Butter
  • 400 g Mehl
  • 175 g Zucker
  • Päckchen Vanillezucker
  • TL Meersalz (grob)
  • EL Zucker (zum Wälzen)
  • 1/2 TL Orangenabrieb

1) Die Butter in einem Topf bei kleiner Hitze schmelzen und leicht bräunen lassen. Dadurch bekommt der Teig ein besonders feines, leicht karamelliges Aroma. Die Butter abkühlen und wieder fest werden lassen.

2) Die kalte Butter cremig aufschlagen. Mehl, Zucker, Vanillezucker, Orangenbrieb und Salz dazugeben und zuerst mit den Knethaken des Handrührers, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu  Rollen mit ca. 3 cm Durchmesser und ca. 20 cm Länge formen und in Zucker wälzen. Die Rollen in Frischhaltefolie gewickelt für etwa 30 Minuten kalt stellen.
3) Den Backofen auf 180 Grad, Umluft 160 Grad vorheizen. Die Rollen aus dem Kühlschrank holen, die Folie entfernen und mit einem scharfen Messer in etwa 0,5 – 1 cm dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben vorsichtig mit etwas Abstand auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen. Die Plätzchen im Ofen etwa 12-15 Minuten hellbraun backen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
4) Herausnehmen und die Plätzchen noch heiß vorsichtig in den restlichen Zucker drücken und darin wenden!