Lebkuchen, auch Honig-, Pfeffer- oder Gewürzkuchen genannt, ist das Weihnachtsgebäck schlechthin. Die Lebkuchenherstellung hat eine lange Tradition, früher gab es sogar einen eigenen Handwerksberuf, den Lebzelter oder Lebküchler. Die besten davon waren in Nürnberg (Nürnberger Lebkuchen), Aachen (Aachener Printen) und Pulsnitz (Pulsnitzer Pfefferkuchen) zu finden.

Lebkuchen enthält wenig Wasser, Fett und Milch und ist daher sehr lange haltbar. Unter Bäckern gilt er als Dauergebäck, der ganzjährig angeboten wird, aber seine typischen Gewürze wie Anis, Fenchel, Ingwer, Kardamon,  Piment und Zimt werden gemeinhin eher mit Weihnachten assoziiert.

Traditionell werden als Triebmittel Pottasche und Hirschhornsalz eingesetzt. Allerdings wird Hirschhornsalz immer öfter durch Natron oder Backpulver ersetzt, da es beim Backen einen hohen Acrylmidgehalt entfaltet.

Zutaten für Lebkuchen

für ca. 40 Stück (ein Kuchenblech)

  • 300 g Honig
  • 200 g brauner Zucker
  • 100 g Butter
  • 750 g Dunkles Weizenmehl
  • 1 EL Kakao
  • 2 EL Natron
  • 2 TL Lebkuchengewürz (Ersatzweise eine eigene Mischung aus Anis, Fenchel, Ingwer, Kardamon, Piment, Koriander etc.)
  • 1 TL Pottasche
  • 1 Ei
  • 4 EL Milch

Zubereitung des Lebkuchen

1) Honig, braunen Zucker und Butter im Topf auf niedriger Temperatur schmelzen bis sich der Zucker gelöst hat. Alles etwas abkühlen lassen.

2) Mehl mit Kakao, Natron und Lebkuchengewürz mischen. Das Ei und die Buttermischung dazu geben. Pottasche in etwas Wasser verrühren und zum Teig geben. Nach Bedarf die Milch dazu geben. Den Teig gut verkneten, in Folie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

3) Den Lebkuchenteig gleichmäßig ausrollen. Beliebige Formen ausstechen. Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad 13 bis 15 Minuten backen. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Nach Belieben verzieren.