Heute ist nicht nur der erste Advent, sondern auch Barbaratag! Also nichts wie raus in den Garten oder zum Winterspaziergang und einen frischen Zweig in die gute Stube geholt. Die Zweige, die jetzt in die warme Wohnung gestellt werden, blühen zum Weihnachtsfest und sollen die Zukunft prophezeien.

Junge Mädchen sollen so früher auch einen Verehrer auserkoren haben. Sie versahen die Zweige mit Namen, verdorrte ein Zweig, war derjenige raus, dann musste nur noch gewartet werden, welcher Zweig wohl am vollsten blüht.

Aber schon bei der Auswahl der Zweige kann ein wenig Einfluss genommen werden, so verheißen Apfel- oder Pflaumenzweige eine gute Obsternte, die Haselnuß (wie in unserem Beispiel) kann Glück und Reichtum bedeuten: Für die Kelten zum Beispiel symbolisierte die Haselnuß Klugheit und auch die Rutengänger suchten mit Haselzweigen nach Gold- und Silberadern. Kastanien wiederum sollen Christi Auferstehung bedeuten, Quitten die Freuden und Leiden der Zweisamkeit: Die Blüten duften so wundervoll wie die Liebe, doch die Früchte haben trotz ihrer Süße einen bitteren Beigeschmack.

Damit die Zweige aber wirklich an Weihnachten blühen, hilft es das Glück etwas herauszufordern und unsere Tipps zu beherzigen:

Damit Obstzweige im Dezember blühen brauchen sie einen Kälteschock, sollte der Winter bisher also eher warm gewesen sein, hilft es die geschnittenen Zweige zunächst in das Tiefkühlfach zu stecken, danach über Nacht in warmes Wasser legen. So wird den Knospen der nahende Frühling vorgegaukelt. Um zu blühen benötigen die Zweige viel Wasser, die Enden am besten schräg anschneiden und mit dem Hammer ein wenig weich klopfen, das erhöht die Aufnahmefähigkeit. Danach in die Vase stellen und das Wasser alle 3-4 Tage austauschen, an einen warmen Ort platzieren – aber Vorsicht, zu viel trockene Heizungsluft, kann die Zweige austrocknen lassen!

So vorbereitet steht dem Glück im neuen Jahr nichts entgegen.